STH-Alumni Treffen 2017

Samstag, 23. Semptember an der STH Basel

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Das STH-Alumni-Treffen begann auch dieses Jahr bereits am Vorabend mit einem Festdinner für die Jubilare der STH-Alumni. Alle Absolventinnen und Absolventen der Jahrgänge 1977, 1987, 1997 und 2007 waren zu diesem unvergesslichen Abend eingeladen. Einen kurzen Bericht, die Tischrede und eine Fotogalerie dazu finden Sie hier …

«Gott hat Werke zuvor für uns bereitet und wir sollen darin wandeln.» Diese Worte aus Eph 2,10 in der Einleitung von Christopher Hadisaputro, Mitarbeiter im Alumni-Team, durchzogen das Treffen wie ein roter Faden.

Der Rektor Prof. Dr. Jacob Thiessen berichtete von erfreulichen Entwicklungen, u. a.  dass aktuell rund 80 Studierende an der STH Basel studieren, ein neuer Lehrplan mit zwei Tracks im Masterstudiengang eingeführt wurde, weitere Fachtagungen bevorstehen und dass Promotionen seit diesem Jahr im Kanton Basel-Stadt und damit im Sitzkanton der STH Basel durchgeführt werden.

Anschliessend gab die frühere Lateindozentin Heidemarie Henschel einen eindrücklichen Einblick in ihren Dienst mit «AVC-Father‘s Heart» unter Flüchtlingen in Athen: Sie hilft mit, dass Tausende mit Lebensnotwendigem versorgt werden. Die Morgen beginnen jeweils mit einer freudigen Gebets- und Bibelzeit. Viele Geflohene lechzen nach Wahrheit und Frieden. Sie kommen zum Glauben an Jesus Christus und erleben täglich, wie Gott Gebete beantwortet: Essen wird mit und ohne Mitwirken von Menschen vermehrt, Drogensüchtige werden frei, Leben werden total verändert. Begeistert erzählen sie dann den Verwandten in ihrer Heimat von Jesus, worauf viele ebenfalls zum Glauben kommen. «Gott hat die Werke vorbereitet – und wir gehen darin spazieren. So hat Gott die Ehre und wir die Freude!» erklärt sie. Auch im Kurdengebiet dient «Father's Heart», wo die Botschaft von Jesus, dem Friedenfürst, befreit und versöhnt. Henschel betonte, wie wichtig es in der Begegnung mit Muslimen ist, authentisch zu sein: «Wo ‹Christ› drauf steht, muss auch Christus drin sein.»

Prof. Dr. Heinrich von Siebenthal, Professor für Biblische Sprachen an der STH Basel, erzählte aus seinem Leben: Die Liebe zu Jesus und zur Bibel hatte ihn seit seiner Kindheit geprägt. Fasziniert von Grammatik und mit dem Wunsch, den biblischen Grundtext zu verstehen, begann er ein Theologiestudium. Doch der Inhalt und die Methodik des historisch-kritischen Ansatzes konnten ihn nicht überzeugen und für sein tiefes linguistisches Interesse fehlten Experten. Darum begann er das Studium von unter anderem Griechisch und Englisch bei renommierten Linguisten. Gott öffnete Türen zum Weiterstudium in Liverpool – insbesondere zum prägenden Unterricht beim Altorientalisten Prof. Dr. Alan R. Millard. Von Siebenthal kann nun auf eine lange Dozententätigkeit an der STH Basel und der FTH in Giessen blicken, in der er zahlreiche Standardwerke wie die «Griechische Grammatik» und den «Neuen sprachlichen Schlüssel zum griechischen Neuen Testament» erarbeitete und weiterhin bearbeitet. In so manchen Herausforderungen hatte ihn seine Frau an Kol 2,10 erinnert: «And you are complete in him [Christ]». Von Siebenthals Leben verbindet auf einzigartige und beeindruckende Weise die Liebe zur Sprache und zu Gottes Wort mit dem Wunsch, in Gottes Reich mitzuwirken.

Der Morgen wurde gerahmt von einem Begrüssungs-Kaffee mit Gipfeli und einem Mittagessen, die Raum für regen Austausch und wertvolle Vernetzung boten.